VERANSTALTUNGEN 2018-05-16T17:07:55+00:00

Reutlinger Samstag am 05. Mai: Bürgerforum nachhaltige Mobilität

Reutlinger Bürger fordern von der Stadt endlich Taten

Reutlingen. Die Reutlinger Bürger fordern rasche Fortschritte im nachhaltigen Umbau des Verkehrssystems von Stadt und Region. Dies ergeben zahlreiche Vorschläge, die der Verein Köpfe für Reutlingen gesammelt hat. Auftakt dafür war ein „Bürgerforum nachhaltige Mobilität“ auf dem Reutlinger Samstag am Mai. Im Zentrum der Bürger-Forderungen steht der Wunsch nach einem entschlossenen Ausbau des Radwegenetzes, des Bus-und Bahnnetzes und der Infrastruktur für Elektromobilität.

Modellstadt des Bundes für Luftreinhaltung soll Reutlingen werden – davon haben sich die Bürger offenbar mehr erhofft, als jetzt geplant wird. Dass ein kostenloser ÖPNV vom Tisch ist, finden viele schade. Dies vor allem angesichts der Offensive in der Nachbarstadt Tübingen, wo sich Oberbürgermeister Boris Palmer mit dem Wunsch nach kostenlosem Busverkehr direkt an die Bundesregierung gewandt hat. Ein Alternativ-Vorschlag für Reutlingen, fand viel Zustimmung: Kostenlose Tickets für Schüler und Rentner.

Beim Straßenverkehr war die Kritik an den Pförtner-Ampeln massiv. Durch die Inkaufnahme von Stau werde der Handel in der Innenstadt massiv beschädigt, klagten zahlreiche Kunden und Einzelhändler. Statt Erziehungsversuchen bei Verkehrsteilnehmern verlangten die Diskussionsteilnehmer attraktivere Entlastungsangebote: zum Beispiel die Umsetzung der Dietwegtrasse, um die Strecke durch den Scheibengipfel-Tunnel attraktiver zu machen.

Zahlreiche Bürger forderten zusätzliche Anreize für nachhaltige Mobilität. Zu zäh voran geht es vielen zum Beispiel bei der geplanten Stadtbahn. Genau dasselbe Bild bei den Stadtbussen. Der vorgesehene Ausbau des Bussystems ziele in die richtige Richtung, doch man habe viel zu spät damit begonnen. Auch wird eine zu geringe Vernetzung mit den umliegenden Gemeinden beklagt. Allein schon in Pfullingen stoße das Stadtbus-Angebot an Grenzen.

Vor allem auf den Masterplan fürs Radnetz wollen viele nicht länger warten. Schließlich gebe es zahllose Gefahrenpunkte für Radfahrer in der Stadt. Durchgehende Radwege, eigene Radspuren und mehr Ampeln für Radler stehen daher weit oben auf dem Katalog der Bürger-Vorschläge. Verlangt wird auch ein eigenes Sicherheitskonzept für Radfahrer. Dies auch deswegen, weil die schnellen E-Bikes eine zunehmende Verbreitung finden. Weitere Vorschläge der Bürger zielen auf Veränderungen im Innenstadt-Bereich. So schlagen sie vor, die Metzgerstraße für Radfahrer in beide Richtungen zu öffnen. Und in der Wilhelmstraße soll eine gemeinsame Nutzung zu Fuß und mit dem Rad möglich sein.

Die Bürger wünschen sich zudem eine deutlich bessere Infrastruktur für Elektromobilität von Autos. Der E-Car-Info-Point der Köpfe, ausgestattet mit Tesla und E-Smart, konnte zahlreiche Fragen beantworten. Das hohe Interesse zeigte aber auch: Die Entscheidung pro oder contra E-Auto hängt maßgeblich von der politischen Unterstützung ab – und da hätten viele gerade von einer mit hohen Schadstoffwerten belasteten Stadt wie Reutlingen mehr erwartet.

Reutlinger Samstag am 07. April auf dem Weibermarkt

Viel Sonne, regionale Köstlichkeiten und kerniger Soul

Reutlingen. Das Wetter war so gut wie die Stimmung: Am Samstag, 07. April, hatten die „Köpfe“ zum ersten „Reutlinger Samstag“ auf den neu gestalteten Weibermarkt eingeladen. Schon ab 10 Uhr strömten zahlreiche Besucher zu dem Event bei der Marienkirche. Geboten waren besondere kulinarische Angebote aus der Region, kerniger Soul und leidenschaftliche Diskussionen über die besten Ideen für die Entwicklung von Stadt und Region.

Der Wunsch nach besseren Angeboten in Handel, Gastronomie und Kultur stand ganz oben auf der Themenliste der Besucher. Und natürlich bewegte das Thema Verkehr leidenschaftlich. Dabei ging es bei Weitem nicht nur um die Ampelschaltungen, sondern auch um bessere Angebote des Öffentlichen Personennahverkehrs und auf der Schiene. Auch mehr Grün für die Stadt, mehr sichtbares Wasser und eine sauberere Innenstadt bewegten die Gäste. Wir von den Köpfen haben in über hundert Gesprächen alle Themen eingesammelt. Bereits in den kommenden Tagen nehmen wir eine Auswertung vor und besprechen, wie wir die zahlreichen Ideen und Anregungen in neue Aktivitäten umsetzen können.

Ein profilierterer Handel, mehr Vielfalt in der Gastronomie – auch dafür soll der Reutlinger Samstag als Schaufenster Anregungen liefern. Mit dabei war zum Beispiel der Foodtruck sein, ein restaurierter, zur rollenden Küche umgebauter Mercedes-Oldtimer. Aus ihm heraus gab es schwäbische Burger-Spezialitäten geben. Ebenfalls ein mobiles Kleinod, allerdings mit klassisch italienischen Wurzeln: Die mobile Espresso-Bar des „Barischda“ mit ihren bio- und fair gehandelten Spezialitäten.

Reger Andrang herrschte auch bei der Rosstriebkellerei, die ihre leckeren Apfel- und Birnenschaumweine verkosten ließ. Klar, dass es dabei auch Informationen darüber gab, wie die Köstlichkeiten aus Obst von heimischen Streuobstwiesen hergestellt werden und so zum Schutz des Biosphärengebiets Schwäbische Alb beitragen. Die Liebhaber regionaler Craftbiersorten kamen bei Thomas Nowicki vom „BIERladen“ voll auf ihre Kosten.

Obst und Gemüse-Drinks, gemixt und gepresst, gab’s von „Saftstoff“ –  „Gesundheit to go“ nennt das die Eigentümerin Isabell Wohlgeboren. Das Team von Jörg Schmid, dem TV-bekannten „Brotsommelier“ aus Gomaringen, stellte einen mobilen Holzofen auf und bot die ganze Vielfalt seiner „Brot Kult“-Spezialitäten.

Von den Anliegern des Weibermarkts machte natürlich auch Tonis Ristobar „Bellini“ bei der Aktion mit. Von seinem Team gab es leckeren italienischen Franciacorta, Wein, Pasta und viele andere Köstlichkeiten. Mit dabei war auch „Fridi unverpackt“, die regionale  Waren direkt vom Erzeuger, ohne unnötig lange Transportwege und Verpackungen anbietet. Dabei gab es zu erfahren, was einen verantwortungsvollen Einkauf ausmacht, der zugleich umweltbewusst ist und die regionale Entwicklung stärkt.

Reutlingen bekommt eine Eventwoche Textil, Design und Kunst

Unsere jüngste Zukunftswerkstatt hat am Freitag, 09. Februar, im Dominohaus, Am Echazufer 24, 72764 Reutlingen, stattgefunden. Dabei haben wir uns dem Thema „Textil – Design – Kunst“ gewidmet. Folgende Projektideen wurden dabei unter vielen anderen entwickelt:

Textile Event-Woche: Wir wollen im Februar 2019 in Kooperation mit der Hochschule Reutlingen eine Woche lang täglich Events anbieten. An coolen Locations sollen Modenschauen, Textile Technik und die Abschlussarbeiten der Hochschule-Studenten vorgestellt werden. Das alles begleitet von Kunst, Musik und Catering aus der Region.
Reutlinger Samstag: Vorstellung von textilen Technologien einst und heute an einem Samstag auf dem Reutlinger Weibermarkt
Marketing für die „Textilstadt Reutlingen“ mit Guerilla-Strick-Aktionen quer durch die Stadt
Entwicklung eines Textilwegs entlang der Echaz
Pop-up-Stores in der Innenstadt zum Thema Schmuck und Kunst
Designwettbewerb mit einer öffentlichen Ausstellung für den Gewinner/die Gewinnerin
Wir sind bereits dabei, die Ideen in Konzepte zu verwandeln. Unterstützung ist dabei hoch willkommen. Wenn Sie Lust haben bei einem der Projekte mitzuwirken, schicken Sie uns einfach eine Mail:

info@koepfefuerreutlingen.de